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FW-Antrag vom 26.11.2009

Antragder Abgeordneten Hubert Aiwanger, Tanja Schweiger, Dr. Hans Jürgen Fahn, Thorsten Glauber, Prof. (Univ Lima) Dr. Peter Bauer, Dr. Karl Vetter und Fraktion (FW)

 

Ausbau der Suchtberatungsstellen in Bayern

 

Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, ein Konzept für den Ausbau der bestehenden Suchtberatungsstellen in Bayern vorzulegen, das auf die räumlichen, personellen und finanziellen Erfordernisse gleichermaßen eingeht.

 

Begründung:

Die Gesamtmenge des Alkoholkonsums in Deutschland hat zwar nicht zugenommen, dafür aber das exzessive Rauschtrinken oder das Komasaufen insbesondere von Jugendlichen. Das Einstiegsalter liegt heute bereits bei elf Jahren und auch Mädchen sind zunehmend betroffen. Das Saufen bis zur Besinnungslosigkeit hat auch in Bayern eine neue Dimension erreicht; selbst eine Einlieferung ins Krankenhaus schreckt die Jugendlichen und Kinder inzwischen nicht mehr vom Komasaufen ab. Nach Angaben der Gmünder Ersatzkasse kamen 2008 – gerechnet auf 10.000 Versicherte – 37 Mädchen mindestens einmal zur Ausnüchterung ins Krankenhaus, 2002 waren es 18. Bei den Jungen stieg die Behandlungsrate sogar von 24 auf 52 Fälle. Sozialministerin Christine Haderthauer sagte auf der Frühjahresversammlung der Diakonie in Altdorf: „Wir haben in Bayern viele Eltern- und Erwachsenenberatungsstellen, aber für Kinder und Jugendliche gibt es zu wenig“. Daher ist es wichtig, dass die bestehenden Suchtberatungsstellen entsprechend aufgestockt werden, um eine effektive und vorbeugende Beratung für Kinder und Jugendliche zu gewährleisten.

 

Zur Vorgangsmappe auf der Seite des Bayerischen Landtags