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FW-Dringlichkeitsantrag vom 14.10.2009

Dringlichkeitsantrag der Abgeordneten Hubert Aiwanger, Tanja Schweiger, Eva Gottstein und Fraktion (FW)

 

Mittelschulkonzept überarbeiten

 

Der Landtag wolle beschließen:

Die Staatsregierung wird aufgefordert, die angekündigte Weiterentwicklung der Hauptschule in eine bayerische Mittelschule kritisch zu überarbeiten und die von zahlreichen Seiten angebrachten Kritikpunkte dabei zu berücksichtigen. Insbesondere muss verhindert werden, dass durch die Aufteilung in die berufsorientierten Zweige Technik, Wirtschaft, Soziales und in die weitere Aufteilung nach Begabung und Ganztagsunterricht die individuelle Förderung auf der Strecke bleibt und Schüler wegen Details in den Stundenplänen hin- und hergefahren werden. Bei der Konzeption sind besonders auch die Erwartungen der ausbildenden Wirtschaft zu berücksichtigen, um eine optimale Eignung für die berufliche Ausbildung zu gewährleisten.

 

Begründung:

Die von der Staatsregierung in der jetzigen Form geplante bayerische Mittelschule führt u. E. zwangsläufig zum Aus für kleinere Schulen besonders im ländlichen Raum und ist in dieser Form abzulehnen. Bereits jetzt wehren sich sowohl viele Schulleiter als auch kommunale Mandatsträger gegen ihre Einführung. Anstatt das Geld in erhöhte Schülerbeförderungskosten und „Nachsorgekosten“ im sozialen Bereich zu stecken, muss es in zusätzliches pädagogisches Personal investiert werden, um so die notwendige Binnendifferenzierung und individuelle Förderung in allen Jahrgangsstufen gewährleisten zu können. Nur so werden möglichst viele Schüler einen Mittleren Bildungsabschluss bzw. die berufliche Ausbildungsreife erlangen. Durch das geplante Nebeneinander von (alter) Hauptschule und (neuer) Mittelschule entsteht außerdem ein unguter Wettbewerb; bei der geplanten Weiterentwicklung muss unbedingt Chancengleichheit für alle bestehenden Hauptschulen gelten!

 

Zur Vorgangsmappe auf der Seite des Bayerischen Landtags