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Ihre neu gewählten Marktgemeinderäte sind:


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  • Jochen Adel

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  • Hartmut Igel

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Kinderbetreuung

Kinderbetreuung - eine Meinung!

Die Familie bei der die Mutter zu Hause vorwiegend für die Kinderbetreuung zuständig ist, wird immer mehr zu einer Randerscheinung. Politik und Gesellschaft fordern gleiche berufliche Chancen für Männer und Frauen. Dieser Forderung kann im Prinzip nicht widersprochen werden. Zwischenzeitlich ist es auch so, dass mehr junge Frauen das Abitur machen, als junge Männer. Das muss sich letztendlich auf das Studierverhalten der beiden Geschlechter und schließlich auch auf den Arbeitsmarkt auswirken. Unter diesem Gesichtspunkt müssen wir ebenfalls erkennen, dass wir vor umwälzenden Veränderungen innerhalb familiärer Strukturen stehen.

Mit anderen Worten, wir müssen Möglichkeiten schaffen, welche die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Kinderbetreuung möglich machen. Ein erster Ansatz hierzu sind die Kinderkrippen. Es muss nur beachtet werden, dass frühere Grundwerte bei der Betreuung und Erziehung der Kinder sich nicht gleichermaßen mit verändert haben. Die Bedürfnisse und Gegebenheiten der Kleinkinder sind geblieben. Wir wissen alle, dass Geborgenheit, Liebe und Zuwendung die wichtigsten Bausteine für eine positive Entwicklung unserer Kleinsten sind. In den ersten 3 Lebensjahren eines Kindes spielt in erster Linie die Eltern-Kind- und da besonders die Mutter-Kind-Beziehung eine herausragende Rolle. In dieser Zeit bauen die Kinder das so genannte Urvertrauen auf, welche sie dann für ein ganzes Leben begleitet und was ihnen niemand mehr nehmen kann.

Wenn man sich näher mit der Materie beschäftigt, stößt man auf viele Studien aus der psychoanalytischen Psychotherapie, die Risiken für die seelische und körperliche Gesundheit bei zu früher Entfremdung der Mutter aufdecken. Besonders gilt das auch für Kinder die je früher, je länger und je kontinuierlicher in den ersten drei Lebensjahren kollektiviert waren. Es kommen neue Anforderungen auf unsere Gesellschaft zu, um mit dieser Sachlage umgehen zu können. Allerdings ist zu bezweifeln, ob wir uns mit den jetzigen Strukturen auf dem richtigen Weg befinden. Vielmehr muss erkannt werden, dass mittlerweile eine Meinung vorherrscht, die glauben lässt, dass eine Betreuung in Kindergrippen besser ist, als die Betreuung durch die eigene Familie.

Es sollte außerdem bedacht werden, dass jedes Individuum einzigartig und dadurch eine individuelle Betreuung von Nöten ist. Aus meiner Sicht sind deshalb große Zweifel an den überfüllten Kindergrippen angebracht, was nicht dem Personal anzukreiden ist, sondern den nicht zu Verfügung stehenden Mitteln für eine bessere Betreuungsquote. Deshalb halte ich meine Entscheidung, meine drei Kinder in dieser Zeit selbst betreut zu haben nachwievor für richtig. Aber diese Möglichkeiten stehen sicherlich nicht jedem zur Verfügung, so dass in manchen Fällen die Kindergrippe die einzige Lösung sein wird.

Meine Folgerung aus dieser ganzen Problematik ist, dass den Müttern kein falscher Eindruck vermittelt werden darf, indem die Kindergrippe als die bestmögliche Förderung der Kinderbetreuung dargestellt wird. Es gibt nichts Wertvolleres als die Entwicklung und Bindung seines eigenen Kindes selbst zu erleben und zu fördern. Dr. Paul Popenoe, Gründer des "American Institute of Family Relations" sagte einmal: "No society has ever survived after it's family life has deteriorated - Keine Gesellschaft hat je überlebt, nachdem ihr Familienleben zerfallen ist".

Patricia Zägelein
Hausfrau und Mutter von drei Kindern