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16.06.2009

Wir wollen endlich wieder unsere eigene Politik machen

Leserbrief an die Nürnberger Nachrichten, welcher am 16.06.2009 nur in stark fragmentierter Form veröffentlicht wurde. Am 17.06.2009 war der untenstehende Inhalt in mäßig gekürzter Form in den Fürther Nachrichten abgedruckt. Hier der gesamte Wortlaut:

 

Wir, die Freien Wähler, sind seit geraumer Zeit in großer Zahl in vielen Gemeinderäten und Kreistagen vertreten. Auch viele Bürgermeister und Landräte werden von uns Freien gestellt. Der Schritt in den Landtag war, um auch in übergeordneten Dingen mitarbeiten zu können, eigentlich zwangsläufig. Unsere Arbeit in den Kommunen und Landkreisen geschieht oft lautlos, jedoch in sehr engagierter Weise. Die Wählerinnen und Wähler in Bayern scheinen unsere sachbezogene, unabhängige und bürgernahe Arbeit auch immer mehr zu honorieren. Schaumschlagende Politprofis waren bisher nicht in unseren Reihen zu finden. Gefragt war und ist bei uns gute solide Arbeit. Dies hat bisher immer zum Erfolg geführt. Und genau das wollen wir auch weiterhin machen. Die Wirren um Frau Dr. Pauli und auch viele ihrer Aussagen passen überhaupt nicht zu unserem Arbeitsstil. Nicht nur ihre Meinung zur Ehe auf Zeit liegen nicht auf unserer gemeinsamen Linie. Um es bildlich zu formulieren: Es wird momentan in kürzester Zeit viel Porzellan zerschlagen, welches wir erst wieder in mühevoller solider Kleinarbeit über Jahre hinweg zusammenkitten können. Hervorheben möchte ich noch, dass gerade bei uns die Meinungsvielfalt sehr groß geschrieben wird; diese muss allerdings mit verlässlicher, fundierter (vielleicht auch langweiliger) Arbeit gepaart sein. Ich für meinen Teil möchte der Frau Dr. Pauli alles Gute zur Gründung ihrer eigenen Partei wünschen.

 

Prof. Dr. Walter Zägelein, Roßtal